Krönung eines neuen Königs 

 

 

„Der Priester Zadok hatte das Salbhorn aus dem Zelt mitgenommen und salbte Salomo. Hierauf blies man das Widderhorn und alles Volk rief: Es lebe König Salomo!“

(1Kön(3Kön) 1,39 EU)

 

RÜCKBLICK:

 

Grundstruktur der Krönung eines Königs:

 

- Einleitende Fragen

- Ermahnung an den König

- Gelöbnis

- Gebet

- Allerheiligenlitanei

- Gebet des Herrn

- Gebet

- Salbung mit Katechumenenöl: rechter Ellenbogen, rechtes Handgelenk  

      und zwischen den Schultern

- Meßfeier bis zum Graduale

- Überreichung des Schwertes

- Anlegen der Scheide

- Krönung

- Überreichung des Zepters

- Inthronisation

- Te Deum

- Gebete

 

(- Krönung der Königin:

-- Allerheiligenlitanei

-- Weihepräfation

-- Salbung mit Katechumenenöl

-- Krönung

-- Überreichung des Zepters)

 

- Fortsetzung der Meßfeier

 

(Für die Königsweihe gab es kein eigenes Meßformular. Es wurde die entsprechende Messe des Sonn- bzw. Festtages gefeiert.) 

 

Dieser Ritus wurde entsprechend dem lokalen Zeitgeist umgestaltet.

 

Auffallend ist in diesem Ritus das Fehlen einer Weihepräfation für den König.

 

Mit der Weihe erlangte der römische Kaiser deutscher Nation im Mittelalter den geistlichen Rang eines Diakons.

 

GEGENWART:

 

Von der Königsweihe ist lediglich der Amtseid erhalten geblieben.

 

Bundespräsident, Bundeskanzler und Bundesminister verwenden folgende Eidesformel:

 

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)"

(Grundgesetz Artikel 56)