Segnungen

 

 

„Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.

Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“

(Num 6,24-26 EU)

 

RÜCKBLICK:

 

Segen ist ein Wunsch bzw. Zuspruch: Gott möge Gutes gewähren (und Böses abwenden).

 

Bei Segensgebeten wird der Wunsch in eine Bitte umgewandelt.

 

Äußeres Zeichen der liturgischen Segnung war das Kreuzzeichen des Zelebranten.

Abschließend folgte dem Segensgebet die Besprengung mit Weihwasser; und gegebenenfalls die Beweihräucherung.

 

Grundlegend gab es mehrere unterschiedliche liturgische Segnungen:

- Spezifische Segnung von Personen oder Dingen

- Am Ende der Gottesdienste (Entlassung -> Schlußsegen)

- Segnung von Feuer zu Beginn der Vigil (Osterfeuer, Johannisfeuer)

- Segensbitte: Gott möge Unheil abwenden (Wettersegen)

- Erteilung eines Auftrags (Segnug des Diakons zur Verkündigung des  

      Evangeliums)

 

Auch im alltäglichen Leben gab es zahlreiche Segnungen:

- Tischgebet

- Kindersegnung, bei der die Mutter das Kreuz auf die Stirn ihres Kindes  

      zeichnete

- Redewendungen (z. B.: „Behüt´ dich Gott“)

- Bekreuzigung mit Weihwasser beim Betreten des Hauses / Zimmers

- usw.

 

Es gab viele liturgische Segensformulare für die unterschiedlichsten Anlässe. Diese wurden im Benediktionale gesammelt. Das Benediktionale wiederum enthielt alle Gottesdienstformulare – außer der Meßfeier – für den Priester.

Die Segensformulare waren regional sehr verschieden.

 

GEGENWART:

 

Das Benediktionale wurde vollständig überarbeitet, und die Exorzismen und Sachbeschwörungen gestrichen. Das Benediktionale des deutschen Sprachgebietes enthält 99 Segnungen (von der Segnung des Adventskranzes bis zum Wettersegen).

 

Die Segnungen sollen innerhalb einer Feier stattfinden:

 

- Eröffnung

- Kyrierufe und Eröffnungsgebet

- Schriftlesung mit Antwortgesang

- Ansprache

- Segnung

- Fürbitten

- Gebet des Herrn

- Entlassung

 

Diese Vollform kann je nach Bedarf angepasst werden.

 

Bei der Segnung von Gegenständen wird auch für die zukünftigen Benutzer gebetet.